Ernährung FAQ – Häufige Fragen zur Tierernährung

Veröffentlicht am 20. September 2024 Tierheilpraktiker 22 Min. Lesezeit
FAQ-Serie Ernährung BARF

In unserer FAQ-Serie zur Tierernährung beantworten wir die wichtigsten Fragen zu gesunder Fütterung, BARF, Futtermittelallergien und giftigen Lebensmitteln. Erfahren Sie mehr über artgerechte Ernährung für Ihr Tier.

Häufige Fragen zur Tierernährung

BARF steht für "Biologisch artgerechte rohe Fütterung" und ist besonders für Hunde und Katzen geeignet:

  • Hunde: Sehr gut geeignet, da sie von Wölfen abstammen
  • Katzen: Geeignet, aber mit Anpassungen (mehr Fleisch, weniger Gemüse)
  • Kaninchen: Nicht geeignet - benötigen hauptsächlich Heu und Grünfutter
  • Vögel: Nicht geeignet - benötigen spezielle Körnermischungen

Vorteile von BARF:

  • Natürliche Ernährung ohne Konservierungsstoffe
  • Bessere Verdauung und kleinere Kotmengen
  • Gesündere Zähne und bessere Mundhygiene
  • Individuelle Anpassung an das Tier

Häufige Symptome von Futtermittelallergien:

Haut-Symptome:
  • Juckreiz und Kratzen
  • Rötungen und Entzündungen
  • Kahle Stellen
  • Schuppige oder fettige Haut
Verdauungs-Symptome:
  • Durchfall
  • Erbrechen
  • Blähungen
  • Appetitlosigkeit

Diagnose durch Eliminationsdiät:

  1. 8-12 Wochen nur eine Protein- und Kohlenhydratquelle
  2. Schrittweise Einführung neuer Komponenten
  3. Beobachtung der Reaktionen
  4. Identifikation der Allergene

Fütterungsfrequenz nach Alter und Art:

Hunde:
  • Welpen (8-12 Wochen): 4-5 Mahlzeiten täglich
  • Junge Hunde (3-6 Monate): 3-4 Mahlzeiten täglich
  • Erwachsene Hunde: 2-3 Mahlzeiten täglich
  • Senioren: 2-3 kleinere Mahlzeiten täglich
Katzen:
  • Kitten: 4-6 Mahlzeiten täglich
  • Erwachsene Katzen: 2-4 Mahlzeiten täglich
  • Senioren: 3-4 kleinere Mahlzeiten täglich
Tipp: Katzen sind natürliche "Snacker" und bevorzugen mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt.

Giftige Lebensmittel für Hunde und Katzen:

Sehr giftig:
  • Schokolade: Theobromin-Vergiftung
  • Zwiebeln/Knoblauch: Blutarmut
  • Trauben/Rosinen: Nierenversagen
  • Avocado: Persin-Vergiftung
  • Xylit: Leberschäden
Gefährlich:
  • Alkohol: Vergiftung
  • Koffein: Herzprobleme
  • Rohe Kartoffeln: Solanin
  • Macadamia-Nüsse: Lähmungen
  • Roher Teig: Alkoholbildung
Notfall: Bei Verdacht auf Vergiftung sofort den Tierarzt kontaktieren!

Häufig empfohlene Nahrungsergänzungsmittel:

Für alle Tiere:
  • Omega-3-Fettsäuren: Für Haut, Fell und Gelenke
  • Probiotika: Für eine gesunde Darmflora
  • Antioxidantien: Für das Immunsystem
Speziell für Hunde:
  • Glucosamin/Chondroitin: Für Gelenke
  • L-Carnitin: Für Herz und Muskeln
  • B-Vitamine: Für Nervensystem
Speziell für Katzen:
  • Taurin: Essentiell für Herz und Augen
  • Arginin: Für den Harnstoffzyklus
  • Vitamin A: Für Sehkraft
Wichtig: Lassen Sie sich von einem Tierheilpraktiker beraten, bevor Sie Nahrungsergänzungsmittel geben.

Schrittweise Umstellung auf BARF:

Umstellungsplan:
  • Woche 1-2: 25% BARF, 75% altes Futter
  • Woche 3-4: 50% BARF, 50% altes Futter
  • Woche 5-6: 75% BARF, 25% altes Futter
  • Ab Woche 7: 100% BARF
Wichtige Hinweise:
  • Beobachten Sie Ihr Tier genau auf Verdauungsprobleme
  • Beginnen Sie mit leicht verdaulichen Proteinen (Huhn, Pute)
  • Fügen Sie Gemüse erst nach 2-3 Wochen hinzu
  • Konsultieren Sie einen Tierheilpraktiker bei Problemen
Tipp: Einige Tiere benötigen eine längere Umstellungszeit. Haben Sie Geduld!

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